Virtuelle Übersiedlung

Die vergangene Woche hat ein paar virtuelle Neuerungen gebracht. Ich habe meinen privaten Server auf eine neue Hardware umgezogen. Tatsächlich geht es zwar genau genommen um virtualisierte Hardware, aber mit dem Umzug haben sich die diversen Ressourcenlimitierungen nach oben verschoben, sprich mehr Speicher und mehr Leistung.

Redmine

Der Grund für die doch etwas aufwendige Aktion war ein mehr oder weniger fehlgeschlagener Versuch, die das Projektmanagement-Tool Redmine als Ersatz für das bisher eingesetzte Trac auszuprobieren. Leider stieß mein alter Server dabei an seine Grenzen und verweigerte für kurze Zeit sogar die Annahme von E-Mails.

Weil ich einen Umstieg schon seit einem Jahr immer wieder überlegte, nahm ich die Situation zum Anlass um mit meinem Provider die Optionen zu besprechen. Mir wurde ein Upgrade angeboten, das sich heute leider als ungültig erwiesen hat. Letztendlich ist der einzige Unterschied eine Monatsmiete, weil ich beide Verträge nur mit einmonatiger Bindung abgeschlossen habe.

Den für Redmine notwendigen Ruby Stack habe ich aus den aktuellen Quellen selbst kompiliert, weil die Versionen in den CentOS Repositories für diese junge Software stark veraltet sind. Ruby stellt mit den gut unterstützen Gems eine gute eigene Paketverwaltung bereit.

CentOS

Weil ich auf meinem Laptop seit einiger Zeit auf die Linux Distribution Fedora setze, habe ich meine Distributionswahl am Server überdacht und statt Debian auf das Fedora-ähnliche aber auf den Servereinsatz aufgelegte CentOS gesetzt. Vom Geist der Revolution beflügelt, habe ich mich auch gleich versuchsweise von Apache als Webserver verabschiedet und auf Nginx umgestellt. Die gerade angezeigte WordPress wird entsprechend von PHP-FPM ausgeführt.

Für die Mailserver Infrastruktur verlasse ich mich weiterhin auf das bewährte Gespann von Dovecot und Exim. Weil mein Server meine zentrale Sammelstelle für alle E-Mail Konten ist (per Fetchmail), wollte ich hier nichts riskieren und sah auch wirklich keinen einzigen Grund für eine Veränderung.

VCS

Meine alten Subversion Repositories habe ich natürlich unverändert kopiert. Daneben habe ich mit Hilfe von Gitosis eine für meine Zwecke perfekte Git Verwahltung eingerichtet, die (wie svn+ssh) unter einem einzelnen Systemaccount und einer Sammlung von autorisierten öffentlichen Schlüsseln beliebig viele Git Repositories mit getrennt einstellbaren Zugriffsrechten zur Verfügung stellt. Nebenbei war die Unterstützung von Git und Subversion einer der Mitgründe für den Umstieg von Trac auf Redmine.

Fertig

Also genug Fachjargon. Fazit: Ich habe einige glückliche Stunden mit meiner virtuellen „Immobilie“ verbracht. Nur damit die Änderungen nach außen hin nicht völlig unbemerkt bleiben habe ich auch gleich das WordPress Motiv geändert.

Einrichtung eines sicheren Fileservers

Theorie

Bei diesem Titel versteht es sich vielleicht von selbst, dass FTP hier kein Thema ist. Es ist vermutlich zu einem nicht unwesentlichen Teil persönliche Präferenz, aber wenn ich das Wort sicher im Zusammenhang mit Servern verwende, verlasse ich mich immer gern auf SSH. Im Fall eines Fileservers bietet sich also das SFTP Protokoll an. Generell wirft die Verwendung von SSH und, im Speziellen, die Weitergabe von Zugangsdaten für einen SSH Server (zumindest) zwei brennende Fragen auf.

Zum einen muss verhindert werden, dass der eingeloggte Benutzer beliebigen Code ausführen kann. Da er zumindest für das Upload Verzeichnis Schreibrechte hat, kann ein eventueller Upload von Exploits nicht prinzipiell verhindert werden, aber wenn man dem Benutzer erst gar keine Shell gibt, kann er die Ausführung des Schadcodes nicht veranlassen. Diese Strategie verfolgt die scponly Software.

Zum anderen ist man als Administator auch interessiert, dem eingeloggten Benutzer möglichst wenig Information über das System preiszugeben. Das erreicht man mit einer chroot Umgebung. Nun wird sogar von scponly ein Skript angeboten, um eine solche Umgebung zu erstellen. Dessen Verwendung wird auf der ubuntuusers Wiki beschrieben. Leider ist dafür das Setzen des SUID Bits notwendig, was meiner Meinung nach keine saubere Lösung ist. Daher werde ich hier beschreiben, wie man eine äquivalente Umgebung mit dem makejail Skript erstellt. Diese Vorgehensweise orientiert sich stark an der Anleitung zum Absichern von Debian, welche in ihrer Gesamtheit auf jeden Fall eine Lektüre wert ist, wenn man einen Debian Server administrieren muss.

Praxis

Diese Anleitung bezieht sich auf Debian Lenny. Zuerst werden die erforderlichen Pakete installiert:

# aptitude install libpam-chroot makejail scponly

Nun wird das eben installierte PAM Modul libpam-chroot für SSH Logins aktiviert. Dazu werden die folgenden Zeilen zu der Datei /etc/pam.d/sshd hinzugefügt:

session    required     pam_chroot.so

Zunächst muss der entsprechende Benutzer erstellt werden, mit dem man sich später am Server anmelden kann.

# adduser --home /home/sftp --shell /usr/bin/scponly --no-create-home sftp

Damit das PAM Modul auch wirklich greift, muss es für den neuen Benutzer aktiviert werden. Das geschieht durch folgende Zeile in der Datei /etc/security/chroot.conf.

sftp	/var/chroot/users/sftp

Als nächstes wird das Verzeichnis für die chroot Umgebung erstellt und der neue Benutzer erhält Schreibrechte für sein Heimatverzeichnis.

# mkdir -p /var/chroot/users/sftp/home/sftp
# chown sftp:sftp /var/chroot/users/sftp/home/sftp

Für die Verwendung des makejail Skripts wird eine Konfigurationsdatei mit folgendem Inhalt erstellt und als sftp-jail.py gespeichert.

chroot="/var/chroot/users/sftp"
users=["sftp"]
testCommandsInsideJail=["scponly", "ls", "scp", "rm", "ln", "mv", "chmod", "chown", "chgrp", "mkdir", "rmdir", "pwd", "groups", "id", "echo", "passwd"]
forceCopy=["/usr/lib/sftp-server"]
cleanJailFirst=1
preserve=["/home/sftp"]

Es folgt der Aufruf des Skripts.

# makejail sftp-jail.py

Die am Ende ausgegebenen Warnungen können getrost ignoriert werden. Wenn man so vorsichtig ist wie ich, muss man noch dafür sorgen, dass der SSH Login für den neuen Benutzer freigegeben wird. Dazu fügt man den neuen Benutzernamen dem AllowUsers Parameter in der Datei /etc/ssh/sshd_config hinzu und startet das SSH Service neu.

# /etc/init.d/ssh restart

Enabling the suspend hotkey in KDE4

There are several reports of problems with the suspend hotkey on KDE4 [1] [2]. And there is even a bug report on that issue. Naturally, I wouldn’t write about this if I hadn’t experienced the same problem myself. I solved it by slightly modifiying the approach described at Linux Basement, avoiding the need to create a dedicated shell script somewhere.

This might not have been possible in KDE 4.2 (I haven’t verified), but it is in KDE SC 4.4. The Input Actions dialog (under System Settings) allows for the configuration of DBus calls from hotkeys. This was configured fast and works painless. I have exported the hotkey group and pasted the content below. To use it, save this as PowerManagement.khotkeys and import it in the Input Actions dialog.

[Data]
DataCount=1

[Data_1]
Comment=Power management mappings of XF86 events
DataCount=1
Enabled=true
Name=Power Management
SystemGroup=0
Type=ACTION_DATA_GROUP

[Data_1Conditions]
Comment=
ConditionsCount=0

[Data_1_1]
Comment=Enables suspend hotkey
Enabled=true
Name=Suspend
Type=SIMPLE_ACTION_DATA

[Data_1_1Actions]
ActionsCount=1

[Data_1_1Actions0]
Arguments=
Call=org.freedesktop.PowerManagement.Suspend
RemoteApp=org.freedesktop.PowerManagement
RemoteObj=/org/freedesktop/PowerManagement
Type=DBUS

[Data_1_1Conditions]
Comment=
ConditionsCount=0

[Data_1_1Triggers]
Comment=Simple_action
TriggersCount=1

[Data_1_1Triggers0]
Key=Sleep
Type=SHORTCUT
Uuid={c1706a53-bde8-4364-b0af-71e9c1be6b3f}

[Main]
AllowMerge=true
ImportId=Power Management
Version=2